Was uns die Schlafposition unseres Hundes sagt

Unserem Hund ist es (fast) egal, WO er schläft: Ein 300 Euro teures Daunen-gefüttertes Bett ist ihm genauso recht, wie eine ausgemusterte Kuscheldecke von dir. (Letztere ist wegen deines Geruchs sogar besser.)

WIE unser Hund allerdings schläft, verrät uns eine ganze Menge über seinen Gemütszustand und ggf. auch, ob es ihm vielleicht nicht so gut geht.

Rasse-typisches Verhalten beachten! Manche Rassen bevorzugen "bauart-bedingt" bestimmte Schlafpositionen.

Temperaturen beachten! Je wärmer es ist, desto eher schlafen Hunde auch mal "bauch-frei" in der Pfannkuchen- oder toter-Käfer-Position.

Wenn dein Hund eine bevorzugte Schlafposition hat, dann sei besonders aufmerksam, wenn er mal anders schläft. Das gilt ganz besonders dann, wenn er sonst nie, neuerdings aber immer in der Schneeball-Position schläft: Es könnte sein, dass es ihm nicht gut geht. Möglicherweise fühlt er sich an diesem Ort unwohl; vielleicht hat er aber auch Schmerzen.

Finde dann den Grund, warum er neuerdings zusammengerollt schläft. Und wenn du keinen sicheren Grund findest: Der Tierarzt kann dir deine Sorgen nehmen!

Wie lange schlafen Hunde normalerweise?

Je jünger der Hund, desto mehr schläft er. Welpen schlafen locker 18-20 Stunden am Tag.

Je größer die Rasse, desto mehr schläft er. Große und schwere Rassen schlafen ebenfalls ziemlich viel. 16 Stunden am Tag sind durchaus normal. Aber sie lieben es ja sowieso meistens sehr ruhig und entspannt. Selbst wenn sie nicht tief schlafen, liegen sie gern dösend im Weg herum oder wachsen auf dem Sofa zu stattlicher Größe.

Je kleiner die Rasse, desto weniger Schlaf braucht er. Auch diese Hunde schlafen durchaus 12-14 Stunden am Tag. Allerdings brauchen (und wollen) sie nicht "am Stück durchschlafen". Es reicht, wenn es über den Tag verteilt genug Zeit gibt, um benötigten Schlaf nachzuholen.

Die Schneeball-Position

Das zusammengerollte Schlafen, also die Nase auf dem Schwanz liegend, ist die natürliche Schlafposition für unsere Hunde.

Durch das Zusammenrollen schützt der Hund instinktiv die wichtigen Organe. Außerdem verhindert es das Auskühlen des Hundes im Schlaf.

( Oft kann man als Schlaf-Vorbereitung für diese Position auch das "Nest-Treten", also das Im-Kreis-drehen und sogar regelrechtes Nest-Graben des Hundes, beobachten; bevor er sich in das Nest einrollt und die Augen schließt.)

Die Schneeball-Position

Die Superman-Position

Dein Hund pennt gern auf dem Bauch? Und er streckt alle Viere von sich?

In dieser Position kann dein Hund ein bisschen auskühlen, wenn ihm zu warm ist. (Meist bevorzugt er dann möglichst kühlen Boden, wie etwa Fliesen.)

Viel wichtiger ist aber: Er will nichts verpassen! Diese Schlafposition ist typisch für Hunde, die selbst beim Einschlafen noch in Action sind. Denn so können sie in Sekundenbruchteilen aufspringen und losrennen.

Gerade Welpen und quirlige Hunde, aber auch besonders besitzergreifende Hunde schlafen bevorzugt in dieser Position, wenn sie der Schlaf übermannt. Insbesondere besitzergreifende (lies: dominante) Hunde schlafen dabei nie wirklich tief ein, sondern dösen nur vor sich hin, versuchen also "den Tiefschlaf zu überlisten", indem sie mehr dösen und dafür dann weniger schlafen.

Die Superman-Position

Die Pfannkuchen-Position

Schläft dein Hund gern mal auf der Seite mit ausgestreckten Pfoten? Dann fühlt er sich sicher und geborgen.

In dieser Schlafposition lässt der Hund die wichtigen Organe ungeschützt und vertraut daher auf den Schutz des Rudels.

Die Pfannkuchen-Position

Die toter-Käfer-Position

Der Hund schläft auf dem Rücken und streckt alle Viere in die Luft?

Auch das ist eine Position, in der er leichter auskühlen kann, wenn es ihm einfach zu warm ist. Insofern ist es eine beliebte "Sommer-Schlafposition" des Hundes.

Das Offenlegen des empfindlichen Bauches zeigt ebenfalls, dass der Hund sich besonders sicher, geborgen und beschützt fühlt. Schließlich braucht es im Ernstfall sogar noch mehr Zeit, um auf die Beine zu kommen; als das Schlafen auf der Seite.

Die Toter-Käfer-Position

Die Kuschel-Position

Dein Hund kuschelt mit anderen Tieren oder mit dir? Er schläft "Rücken-an-Rücken", in der "Löffelchen-Stellung" oder legt seinen Kopf (und ggf. auch seine Vorderpfoten) auf Körperteile seines Schlafpartners?

Ein kuschelnder Hund fühlt sich super-vertraut und emotional eng verbunden mit seinem Schlafpartner. Und er möchte seine empathische Bindung zum Schlafpartner mit ihm teilen.

Hinweis: Das gilt nur, wenn der Hund diese Schlafposition selbst wählt, sich also selbständig ankuschelt. Ein Hund, der von seinem menschlichen Partner in diese Kuschel-Position gezogen und gedrückt wird, lässt es einfach nur aus Höflichkeit mehr oder weniger lange über sich ergehen.

Die Kuschel-Position