Gelingt es uns häufiger oder sogar immer, uns rückwärts bis an die 5-Meter-Grenze unseres Hundes schleichen zu können, haben wir den wichtigsten Teil dieses Trainings bereits erfolgreich gemeistert.
Nun beginnen wir damit, an dieser Grenze "zu tanzen". Wir bewegen uns seitlich im Halbkreis um den Hund herum; überschreiten aber die 5-Meter-Grenze möglichst erst mal noch nicht. Und wir gehen auch nicht hinter den Hund, so dass er uns mit dem Blick nicht mehr folgen kann, ohne aufzustehen.
Klappt auch das seitliche "Halb-Umkreisen" des Hundes nach links und rechts, ohne dass er Unruhe zeigt, beginnen wir mit hektischen Bewegungen: Wir klappern mit dem Schlüsselbund, wir werfen einen Ball oder Stock hoch und fangen ihn wieder auf, wir reden - erst leise, dann immer lauter - vor uns hin, etc.
All das machen wir zuerst dem Hund frontal zugewandt; dann - bei Erfolg - auch seitlich. Und am Ende mit dem Rücken zum Hund; behalten ihn aber möglichst im Auge, um auf seine Unruhe reagieren zu können.
Wie immer gilt: Zeigt der Hund deutliche Anzeichen von Unruhe, nehmen wir die fordernde Körperhaltung ein, gehen einen Schritt auf den Hund zu und sagen EIN EINZIGES MAL das »Bleib!«-Kommando.
Springt der Hund auf, ist das KEIN DRAMA. Im Gegenteil: Es ist für ihn völlig natürlich, seinen Instinkten nachzugeben. Wir nutzen die Gelegenheit, den Hund, der sowieso auf uns zuläuft, mit dem »Komm!«-Kommando zu rufen und ihn dann mit einem Leckerlie und kurzem, freudigem verbalem Lob zu belohnen, dass er zu uns gekommen ist. Dann lockern wir uns beide ein bisschen auf und beginnen bei Schritt 1, als ob wir zum allerersten Mal üben würden.