Ja! Anfangs unbedingt jeden! Später hängt es von deiner Zielstellung ab. Je konsequenter du unterbindest, desto weniger wird dein Hund zukünftig Alarm machen. Wenn du beispielsweise einen freilaufenden Hofhund auf einem Bauernhof in Alleinlage hast, wirst du jedoch nicht wollen, dass dein Hund Fremde nicht mehr anzeigt. Wenn du jedoch Nachbarn hast oder an einer stark frequentierten Straße wohnst, solltest du es vielleicht bis zum Ende durchziehen: Lieber einen "leisen" Hund; als einen, der möglicherweise irgendwann Probleme macht (oder bekommt).
Da wir das Alternativ-Verhalten aber mit der Aufmerksamkeits-Forderung verbunden haben, reicht es hoffentlich, einfach nur seinen Namen zu rufen:
"Hasso!" oder es mit einem Abruf zu verbinden:
"Hasso! Komm her!" Kommt er dann sofort und nach dem ersten Abruf, wird er natürlich warm belohnt!
Von jetzt an liegt es bei dir, einen von drei Wegen einzuschlagen:
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Kompletter Rückfall in altes Verhalten
In diesem Fall musst du gar nix machen. Der Hund kann das ganz allein.
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Einen "Alarm-Hund" haben
In diesem Fall rufst du den Hund jedes Mal ab, wenn er wieder anfängt zu bellen. Anschließend bekommt er IMMER Leckerlie. So baut ihr ein "Alarm-Verhalten" auf.
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Jegliches Alarmieren & Randalieren unterbinden
In diesem Fall musst du ganz besonders in den ersten Wochen JEDES Kläffen am Zaun strikt unterbinden. Lege dazu JEDEN TAG ein paar Übungseinheiten ein. Damit festigt ihr das Alternativ-Verhalten; bis der Hund eines Tages die vorbeiziehenden Opfer gar nicht mehr beachtet.
Jeder Weg bedeutet ein bisschen mehr Kraft- & Zeitaufwand. Aber das Ergebnis ist auch ein immer ruhigerer und gechillterer Hund. Es ist also deine Entscheidung.