Etwa zwischen der 8. und der 12. Woche (also im 2. und 3. Lebensmonat unseres Hundes) erlebt unser Hund seine
Sozialisierungphase. In dieser Zeit lernt er den Umgang mit den Sozialpartnern, wie anderen Hunden, Menschen, anderen Tieren, etc.
Was der Hund in dieser Zeit lernt, vergisst er nie wieder. Es wird die Grundlage aller seiner sozialen Handlungen für den Rest seines Lebens. Was er jedoch in dieser Zeit NICHT lernt, braucht später deutlich mehr Zeit und Aufwand, um es doch noch "nachzulernen".
Normalerweise ist das noch
weitgehend eine Aufgabe des Züchters. Und natürlich kann es sein, dass der Züchter seinen Job nicht so mega-ernst nimmt. (Wer jetzt den Finger heben und sagen will: »
Hättste, hättste, hättste ... Scheiß Vermehrer! Ich sag nur VDH!«, der sollte das schnell runterschlucken: Dünnes Eis! Sehr dünnes Eis, das!)
Aber es ist
auch die Aufgabe des neuen Halters. Denn diese Phase ist keine mit festen Daten versehene Phase, sondern bewegt sich um diesen Zeitraum herum. Es gibt durchaus Spätentwickler, die erst nach 15 oder 20 Wochen, oder sogar noch später, ans Ende ihrer Sozialisierungsphase kommen.
Auch darüber hinaus lernt der Hund beständig neues Sozialverhalten. Er tut sich nur immer schwerer damit, bereits gewohntes Verhalten abzulegen und es gegen besseres Verhalten zu ersetzen...