Hunde erkennen durchaus ihren Namen. Doch sie erkennen dich auch an deiner Stimme. Wann immer DU also ein Kommando rufst, wird dein Hund es automatisch auf sich beziehen. Dazu brauchst du seinen Namen NIEMALS zu verwenden. (Es sei denn, du hast mehrere Hunde und möchtest, dass sie zur gleichen Zeit unterschiedliche Kommandos ausführen.)
Tatsächlich gehört es zu den häufigsten Fehlern, den Namen des Hundes zusammen mit dem Frust über das Nicht-Befolgen eines Kommandos auszudrücken. Doch dabei lernt der Hund, dass sein Name etwas Negatives ist. Und wenn das zu oft vorkommt, dann wird er JEDE Verbindung mit seinem Namen als Beginn von etwas Negativem in Verbindung bringen. Und damit wäre der "Worst Case", also der schlimmste anzunehmende Fall, angerichtet.
Rufe den Namen deines Hundes nur, um seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Verbinde ihn jedoch NIEMALS mit Kommandos. (Mit Lob kannst du ihn dagegen IMMER verbinden.)
»Bello! ... Hierher! ... Komm her, Bello! ... Kommst du hierher, Bello! ... BELLO! KOMM! HER! ... Aber zackig! ... Bello! Hierher!«
Nicht nur, dass du herumquatscht, du verbindest seinen Namen auch noch mit deiner (zunehmenden) Wut. Dein Hund hat nun quasi doppelt weniger Grund, auf dein Kommando zu hören. Und auch zukünftig wird er seinen Namen immer mehr mit deinem Zorn in Verbindung bringen. Wenn du dann seinen Namen rufst, wird er umgehend "auf Durchzug schalten" und deine Kommandos geflissentlich überhören.
»Bello!« (Pause, um die erwünschte Aufmerksamkeit zu bekommen) dann : »Hierher!« (ein einziges Mal rufen)
Reagiert dein Hund nicht auf seinen Namen, rufst du den Namen ein weiteres Mal. Doch immer so freundlich und liebevoll, wie du nur kannst. Dein Hund MUSS seinen Namen mit Positivem in Verbindung bringen; je positiver, desto schneller wird er darauf reagieren.