Wer genau hinschaut, der stellt übrigens schnell fest, dass sich das Verhalten beim Aufreiten von Fall zu Fall unterscheidet. Wir können also anhand des Verhaltens unseres Hundes unmittelbar vor und direkt beim Aufreiten ablesen, welcher der vier vorgenannten Hintergründe (Sex, Übersprung, Spiel oder Imponier-/Dominanz-Verhalten) höchstwahrscheinlich zutrifft:
Sexuelles Verhalten liegt vor, wenn dein Hund von hinten aufreitet, sichtbar körperlich erregt (ausgefahrener Penis) ist und typische sexuelle (Pump-)Bewegungen macht.
Spielerisches Aufreiten erkennt man daran, dass der Hund mitten im Spiel mit anderen Hunden "einfach mal zwischendurch" aufreitet. Meist dauert das nur ein paar Sekunden. Und in jedem Fall fehlen dann die typischen sexuellen Merkmale. Dabei kann es sich um Übersprungs-Verhalten handeln (wenn etwa der Hund vom Verhalten der anderen Hunde irritiert ist); es kann aber auch einfach Ausdruck überschwänglicher Freude sein.
Übersprungs-Verhalten liegt vor, wenn es "irgendwie unerwartet" passiert. Eigentlich hat man damit gerechnet, dass der Hund irgendwas anderes macht; doch plötzlich reitet er auf.
Imponier- und Dominanz-Verhalten liegt hingegen vor, wenn dein Hund sich kaum darum kümmert, "ob es sexuell überhaupt funktionieren" könnte. Beispielsweise reitet er über dem Schwanz des anderen Hundes auf. Oder er reitet seitlich (oder sogar von vorn) auf. Und meistens fehlen dann auch die typischen sexuellen (Pump-)Bewegungen. Vielmehr verharrt der Hund einfach ein paar Sekunden lang in diesem "Klammergriff", bevor er wieder ablässt.
FAUSTREGEL: Reitet dein Hund andere Hunde auf, ist es fast immer entweder sexuelles, spielerisches oder Imponier- bzw. Dominanz-Verhalten.
FAUSTREGEL: Reitet dein Hund Menschen oder Objekte auf, ist es fast immer entweder Übersprungs- oder Imponier- bzw. Dominanz-Verhalten.