Welche Grundausstattung brauche ich für meinen neuen Hund?

Vor lauter Vorfreude auf den neuen Hund gerät so mancher zukünftige Hundehalter geradezu in einen Kaufrausch. Was wird da nicht alles gesucht, gekauft, gegooglet, gemacht und getan.

Oft werden da deutlich drei- oder sogar vierstellige Beträge versenkt. Vor allem bei Betten und Spielzeug wird nicht gespart; gerade so, als zöge ein adoptiertes Kind ins Haus ein und gerade so, als wolle oder müsse man sich die Zuneigung des Hundes erkaufen. Schließlich soll es der Hund ja gut haben, nicht wahr?!

Aber braucht's das alles wirklich? Was würde eigentlich der Hund dazu sagen, wenn ihn irgendjemand fragen würde?

Fragen wir ihn doch einfach mal und lauschen seinen Antworten:

Welches Bett für den Hund?

Was darf es sein? Swarovski-Kristalle am Edelholzbett mit Hermelin-Decke? Oder eine alte Pferdedecke, die sonst weggeworfen werden würde?

Dem Hund ist es egal, solange er da reinpasst. Sein Anspruch ist nicht "Bett", sondern "Nähe zum Rudel". Er würde jederzeit den kalten Fliesenboden in der Nähe seiner Menschen einem noch so kuscheligen Hundebett vorziehen. Mehr dazu erfährst du hier:

Der perfekte Schlaf- & Liegeplatz für den Hund

Welchen Futternapf?

Auch hier ist die käuflich erwerbbare Bandbreite schier endlos. Vom einfachen Blechnapf bis zum höhen- und neigungsverstellbaren Edelstahlnapf gibt es wirklich alles.

Dem Hund ist es völlig egal. Der klaubt sich sein Futter auch aus dem Rasen im Garten oder aus dem Dreck des Feldweges während eines Spaziergangs. Tatsächlich ist DAS für ihn sogar sehr viel natürlicher.

Welches Futter?

Jenseits religiöser Vorstellungen, einen Hund, also einen (fast) reinen Fleischfresser, zu einem Vegetarier zu erziehen, gibt es auch hier eine endlose Bandbreite an Angeboten. Von superbillig bis schweineteuer. Von qualitativ "lebensgefährlicher Abfall" bis "würde auch ein 5-Sterne-Gourmet als gut bezeichnen".

Wenn du deinem Hund etwas Gutes tun willst, dann schaue dir das sogenannte BARFen an. Prinzipiell frisst dein Hund aber ALLES, was essbar erscheint. Er ist dabei überhaupt nicht wählerisch.

BARF: Naturnahe Ernährung des Hundes mit frischem oder tiefgekühltem Fleisch, Innereien, Knochen, Fisch, rohem Obst und Gemüse.

Halsband oder Gurtzeug?

Wenn du deinen Hund hier fragst: Nix! Weder Halsband noch Gurtzeug! :) Deshalb können wir ihn hier nicht fragen, denn wir BRAUCHEN es. Die gute Nachricht: Er gewöhnt sich ohne Probleme innerhalb weniger Tage daran.

Ein Halsband ist zwar sehr günstig zu bekommen und noch leichter anzulegen; doch es tut deinem Hund nicht gut. Jeder Ruck an der Leine - ganz egal, ob absichtlich oder nicht - überträgt sich direkt auf die Halswirbelsäule des Hundes. Deshalb sollte es heute nicht mehr die erste Wahl sein; gehört aber als "Zweit- & Not-Ausstattung" dazu und kann für den Fall der Fälle im Auto liegenbleiben.

Das sogenannte Gurtzeug ist wiederum etwas teurer und nicht ganz so leicht anzulegen; doch es ruckt weder am Hals, noch schnürt es ihm die Luft ab. Deshalb sollte es immer die erste Wahl sein. Achtung! Es gibt unterschiedliche Größen. Daher sollte es unbedingt genau passen; sonst kann der Hund herausschlüpfen.

Welche Leine?

Auch hier gilt: Ginge es nach dem Hund - gar keine! Doch wir brauchen unbedingt eine.

Und auch hier ist das Angebot unglaublich vielfältig. Vom einfachen Strick über das geflochtene Hipster-Hanfseil und die Nylon-Leinen bis zur Leder-Leine gibt es zahlreiche verschiedene Materialien mit den unterschiedlichsten Vor- und Nachteilen. Es gibt einfache Leinen, mit Schlaufe oben und Karabinerhaken unten; es gibt verstellbare Leinen, es gibt Rollleinen (die sich allein aufrollen).

Was du nehmen solltest? Deine Entscheidung! Du musst damit klarkommen. Lass dich im Fachhandel beraten.

Wie?! Das war's schon?

Fertig. Mehr braucht dein Hund nicht an Ausstattung. Halt! Eins brauchst DU aber unbedingt noch! Eine Hundeversicherung. Nur für den Fall der Fälle. Denn WENN etwas passiert, kann es schnell sehr teuer werden.

Aber das war's dann wirklich. Alles andere ist überflüssiger Luxus, den dein Hund nicht will und nicht braucht. Was er stattdessen viel lieber hat, ist Aufmerksamkeit und artgerechte Zuneigung. Davon kann er nicht genug bekommen.

Hunde-Versicherung nicht vergessen! WENN etwas passiert, kann es sehr schnell sehr teuer werden.

Und was ist mit Spielzeug?

Jetzt, wo du es sagst! Jeder kennt doch die Wölfe und Hunde, die alle paar Tage in den Wald-Spielzeugladen gehen und das neueste Spielzeug erstehen! Wie konnten wir das also vergessen?!

Nein, natürlich nicht! Er braucht keins. Und er WILL auch keins. Dein Hund freut sich über einen gefundenen Ast am Wegesrand genauso, wie über ein 35-Euro-Spielzeug:

BEIDES ist schon bald langweilig. Und wenn nicht, droht dem Hund (und damit dir) eine Zwangsstörung, eine besessene Fixierung auf das Spielzeug, die den Hund krank macht. Also gar nichts Gutes für den Hund.

Schenke deinem Hund statt Spielzeug lieber Aufmerksamkeit und artgerechte Zuneigung! Davon kann er gar nicht genug bekommen. Jeden Tag. Jede Minute, wenn es nach ihm ginge.

Fürs Training mit dem Hund ist manches "Spielzeug" aber durchaus sinnvoll. Das hängt jedoch stark von der Art des Trainings, das du machen willst, ab.

Schenke deinem Hund statt Spielzeug lieber Aufmerksamkeit und artgerechte Zuneigung!

In eigener Sache: Wir brauchen deine Unterstützung!

Diese Website ist ein Community-Projekt. Hilf uns mit deiner Spende, diese Seite erhalten und mehr Inhalt bereitstellen zu können!

Jetzt per PayPal unterstützen

Zeige uns mit deiner Spende, für wie sinnvoll du es hältst, dass wir diese Seite weiterhin betreiben und für dich verbessern!