Warum heult mein Hund wie ein Wolf?

Für manche Hundehalter ist es unheimlich, andere finden es lustig und wieder andere sind irritiert: Unser Hund kann wie ein Wolf heulen.

Im Grunde kannst du es dir wie beim Telefonieren vorstellen: Das Bellen ist dabei dann ein Orts-Telefonat, während das Heulen ein Fernruf ist.

Instinktives Verhalten

Das Heulen ist den Hunden instinktiv eingebaut. Es gibt jedoch Rassen, die mehr oder weniger heulen. Manche Hunde heulen ihr ganzes Leben lang niemals; andere heulen bei jeder Gelegenheit laut und ausdauernd.

Kommunikation über weite Strecken

Was genau der Hund mit dem Heulen kommuniziert, kann ganz unterschiedlich sein.

Natürlich dient es der territorialen Abgrenzung und soll andere Hunde davor warnen, unbefugt ins beanspruchte Revier einzudringen. Es kann aber auch Sorge, eine Notlage, Einsamkeit, ein Ruf nach dem Rudel, Irritation oder medizinische Gründe als Ursache haben.

Angst vor Einsamkeit - Ruf nach dem Rudel

Hunde sind Rudeltiere. Deshalb haben sie auch einen starken Instinkt zum Zusammenhalt. Verliert ein Hund sein Rudel, oder vermisst ein Rudelmitglied ein anderes, dann fangen sie an zu heulen. Das bedeutet dann so viel wie:

»Ich bin hier. --- Wo bist du?«

Suche nach Aufmerksamkeit des Halters

Dein Hund sucht permanent deine Aufmerksamkeit. Dafür ist er gezüchtet worden. Insbesondere, wenn ein Hund sich unausgelastet fühlt, ihm langweilig ist und - natürlich - wenn er schon gelernt hat, dass er mit dem Heulen deine Aufmerksamkeit bekommt, kann das Heulen also auch bedeuten:

»Ich bin hier! --- Man bespaße mich!«

Anders als viele andere Verhaltensweisen des Hundes handelt es sich bei dieser Art der Aufmerksamkeitsforderung nicht um einen dominant fordernden Akt. Es ist also wirklich nur das, was es tatsächlich ist.

Freude über Erfolge

Ganz besonders bei jagenden Rudeln kann man es sehr gut beobachten: Wenn ein Rudelmitglied etwas besonders Interessantes findet oder Erfolg bei der Jagd hatte, teilt es das den anderen durch Heulen mit.

Für Hundehalter bedeutet das: Heult der Hund, weil er einen Erfolg mitteilen will, dann wünscht er sich deine Aufmerksamkeit. Und dann sollte er sie auch besonders positiv geben.

Irritation, Trauer oder Frust

Logisch: Wenn der Hund trauert, dann heult er durchaus schon mal. Und auch Frust kann den Hund zum Heulen bringen. Bei beidem solltest du jedoch die Ursache sehr leicht erkennen können.

Und jeder von uns kennt es: Hört der Hund ein anhaltendes, irritierendes Geräusch, dann "heult er mit". Das kann eine Krankenwagen-Sirene sein. Das kann aber auch Gesang oder der Klang eines Instruments sein.

»Heul doch! ... also mit mir gemeinsam!«

Nicht alle Rassen heulen gern. Manche heulen nie. Doch bei vielen Hunden kannst du das Heulen fast jederzeit provozieren:

Mache einfach anhaltend relativ hochfrequente Töne. Singe dem Hund mit hoher und monotoner Stimme ein Lied vor. Ein leicht einprägsamer Text für dich wäre beispielsweise

»Hu-huuuuuu huuuuuu huuuuuuu huuu huuuuuuuuuuuu huuuuuuu huuuuuuuuu huuuuuuuuuu ....«

Medizinische Probleme

Vielleicht ist es dir schon einmal aufgefallen: Hunde heulen auch, wenn sie sich bei Unfällen verletzt haben. Aber auch andere medizinische Gründe, ganz besonders bei physischen Schmerzen, bringen den Hund dazu zu heulen.

Wenn dein Hund in letzter Zeit ungewöhnlich oft heult; dann schleunigst zum Tierarzt!

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