Positives Hunde-Training - die politisch korrekte Hunde-Erziehung

Wenn es um "Erziehung" im Allgemeinen - und damit zunächst einmal um Kinder im Besonderen; seit einigen Jahrzehnten aber auch zunehmend als neuester Mode-Trend Hunde als Zweit-Kinder, als Kinder-Ersatz, als lebendes Spielzeug, als Statussymbol oder einfach als Mode-Accessoire - geht, beginnt die Diskussion schon im Vorfeld:

Natürlich hat jeder - vor allem aber JEDE MUTTER - dazu eine ganz klare Ansicht:

  1. Niemand macht es besser als man selbst
  2. Es gibt keine Wahrheit neben der eigenen

Punkt. Aus. Ende.

Dabei unterscheiden sich beide Gruppen, also die "Kinder-Erziehungs-Experten" und die "Hunde-Erziehungs-Experten" nicht im Geringsten. Warum auch? Schließlich geht es in beiden Fällen um "Erziehung".

Hier könnten wir diesen Abschnitt schon wieder beenden, würden wir ebenfalls nur eine Religion pflegen wollen. Doch uns geht es um die Hunde. Und die haben es sehr wohl verdient, dass man sehr genau hinschaut, was da mit ihnen gemacht wird.

Was ist "positive Hunde-Erziehung" überhaupt?

"Positive Hunde-Erziehung" oder auch "Positiv-bestärkende Hunde-Erziehung" ist eine Erziehungsform, die sich als absoluter Gegensatz zum althergebrachten »Wir-prügeln-unserem-Hund-Gehorsam-ein!« versteht.

Kein Scherz! Bis vor wenigen Jahrzehnten war das wirklich noch die am weitsten verbreitete Erziehungsmethode. Und nein, man war dabei wirklich nicht zimperlich. Ich selbst kenne Leute, die unbeirrbar glaub(t)en, dass man den Hunden die Ohren so zu verzwirbeln habe, dass sie vor Schmerz aufheulen, wenn sie eine Lektion nicht oder nicht schnell genug lernten. (Das ist zwar mittlerweile endlich ganz verboten; aber was scheren manche schon Gesetze?!)

Die positive Hunde-Erziehung setzt hier also nun als exakter Gegensatz an: Positives Verhalten wird bestärkt; negatives bzw. unerwünschtes Verhalten wird konsequent ignoriert. So soll der Hund lernen, was man von ihm möchte.

Positiv-bestärkende Hunde-Erziehung Machst du es gut, bekommst du Lob & Leckerlie. Machst du es schlecht, ignoriere ich es und du bekommst nix.

Klingt gut, nicht wahr?! Keine Schläge mehr. Kein "Ohren-Verdrehen". Keine "Schnauzen-Stüber". Keine wutentbrannten Tritte gegen den ungehorsamen Hund. Stattdessen ein Hund, der über seinen Futter-Trieb dominiert - also "beherrscht" - wird.

Allzu menschliche Hintergründe?

Das liegt wohl in der Natur des Menschen: Kaum spielt die Fußball-Bundesliga, schon ist jeder Fan ein besserer - nein: der beste - Trainer seiner Lieblingsmannschaft. Kaum beschäftigt man sich mit einem Thema, schon hat man - natürlich(!) - als Einziger "Das Wahre Licht"™ gesehen.

Hier haben wir nun das Thema »Erziehung«. Und dabei haben wir in den letzten Jahrzehnten einen gewaltigen sozialen Sprung gemacht: Wurden unsere Eltern und Großeltern in den Schulen noch mit der Prügelstrafe "zu ihrem Glück gezwungen" (» Das tut mir mehr weh, als dir, mein Kind!«), ist das heute - zum Glück - endlich Geschichte.

Diesen Fortschritt versuchen nun besonders fortschrittlich denkende Menschen von der menschlichen Gesellschaft direkt auf den Hund zu übertragen: Die vormals brutale und die natürlichen Ansprüche des Tieres missachtende Erziehung - die einzig aus der Perspektive des Menschen erfolgte -; wird nun ebenfalls reformiert:

Man schafft die Schulnoten ab und führt im Gegenzug die "Bienchen" im Hausaufgabenheft ein.

Man ist sich todsicher: Was für den Menschen (vielleicht/bestimmt) gut ist, das kann für das Tier - also den Hund - überhaupt nicht schlecht sein! Schließlich sind unsere Familienhunde ja irgendwie auch Familienmitglieder und damit Menschen.

Punkt. Basta. Aus.

Der Hund wird vom Arbeitstier zum Haustier - vom Arbeiter zum Arbeitslosen

Gleichzeitig mit der gesellschaftlichen Entwicklung gibt es auch einen starken Wandel in der Nutzung des Hundes:

Noch vor wenigen Jahrzehnten wurde der Hund ausschließlich als Nutz- & Arbeits-Tier eingesetzt: Er musste bei der Jagd, beim Schutz, bei der Bewachung von Herden, beim Transport von Waren und vielem anderen helfen. Zier- und Schoß-Hunde gab es zwar auch schon, doch sie waren eigentlich nur in Adelsschichten vorhanden; und selbst dort eher eine Rarität.

Seit einiger Zeit ändert sich jedoch das Aufgabengebiet des Hundes gravierend: Man nimmt ihm jegliche Arbeit weg.

Man holt ihn runter vom bäuerlichen Hof mit immerhin noch etwas Rest-Natur hinein in die kleine, ummauerte Wohnung, wo "Natur" noch nicht einmal mehr im Blumenkasten vor dem Fenster existiert und man erst mal 10 Minuten im Stechschritt laufen muss, um einen "Pinkel-Baum" und eine "Kack-Wiese" zu finden.

Und man entreißt ihm obendrein JEGLICHE Aufgabe. Statt grimmig auf den Hof aufzupassen oder aufmerksam seine Herde zu hüten, soll er nun "hübsch aussehen und zu allen Lebewesen nett sein". Ja, es gibt sogar Leute, die ihren Karnivoren, also Fleischfresser, zu einem Vegetarier "umerziehen" wollen.

Hat eigentlich jemand den Hund gefragt?

Über all der Begeisterung für den Fortschritt in der Erziehung hat man doch glatt vergessen, den Hund zu fragen: Was sagt er eigentlich zur "Demokratisierung der Erziehung"? Was sagen seine natürlichen Instinkte dazu?

»Der Hund ist kein Wolf! ... mehr«

Nun behaupten manche stocksteif, der Hund stamme vom Wolf ab. Er habe daher bis heute "wölfische Ur-Instinkte", die man nicht einfach um der Political Correctness willen wegleugnen könne. »Nein!«, entgegnen erbost die Apostel des Positiven Hunde-Trainings, »Hund und Wolf sind genauso, wie Mensch und Schimpanse! Sie haben sich längst weit voneinander entfernt und sind daher nicht (mehr) vergleichbar.«

Und das stimmt durchaus ... allerdings nur, wenn man in Mathe und Bio immer Kreide holen war:

Der Mensch und der Schimpanse haben sich vor rund 6 Millionen Jahren biologisch voneinander getrennt und seitdem unabhängig voneinander entwickelt.

Der Wolf und der Hund hingegen ... nun, obwohl sie seit etwa 15.000 Jahren domestiziert werden, bis heute nicht. Denn BIS HEUTE können Wölfe und Hunde gemeinsame Kinder bekommen; die sogenannten Wolfshybriden. So eng sind sie bis heute miteinander verwandt.

Und auch, wenn es bei manchen Menschen - zumindest intellektuell - ziemlich naheliegend erscheint: Nein, Schimpanse und Mensch können das nicht.

»Aber die Instinkte! Die haben sich völlig verändert und angepasst!«

»Der Hund hat aber 'modernere Instinkte'! Beispielsweise orientiert er sich instinktiv sehr stark am Menschen. Der Wolf macht das nicht.«, sagen die Vertreter der positiv-bestärkenden Hunde-Erziehung.

Und auch das ist durchaus wahr. Tatsächlich ist dem Wolf (und den meisten Wolfshybriden) auch nach 10 Jahren gemeinsamen Lebens mit dem Menschen der Mensch eher suspekt. Er baut einfach keine - und wenn doch, dann nur eine sehr schwache und instabile - Verbindung zum Menschen auf.

Der Hund hingegen wird geboren, macht die Augen auf und denkt sich tatsächlich: »Mensch! Gut, dass du da bist! Ich mag dich! Lass uns Freunde sein!«

Und auch bei den Rassen können wir klare Unterschiede feststellen: Je "wölfischer" eine Rasse ist, desto weniger stellt sie den Menschen in den Mittelpunkt ihres Interesses. Man sagt dann, »der Hund brauche eine 'starke/erfahrene Hand'«, was bedeutet, dass der Mensch sich sehr gut mit den Instinkten des Hundes auskennen und den Hund so sicher führen können muss.

Alles wäre also fein und richtig, ... wäre da nicht ... nun, wäre da nicht die Tatsache, dass es sich dabei um einen Logik-Fehler handelt, der unter der Bezeichnung »Fehlschluss« bekannt ist.

Das ist ein klassischer Logikfehler, der unter der Bezeichnung »Fehlschluss« bekannt ist.

Wir haben vergessen, unseren Hunden zu sagen, dass es Supermärkte gibt!

Wer beispielsweise einen Labrador hat, der weiß: »Das Vieh kennt keinerlei Hemmungen. Wenn man die Futter-Ressource nicht begrenzt, dann frisst es, bis es kotzt. ... und danach frisst es die Kotze so oft, bis auch die drinbleibt.«

Hat man vergessen, den Hunden zu sagen, dass wir Supermärkte haben, wo es unbegrenzte Mengen an Futter gibt?

Oder wirkt da ein "uralter Instinkt des wölfischen Jäger-Vorfahren", der instinktiv weiß, dass Jagd nicht immer erfolgreich, Futter also eine unberechenbar knappe Ressource ist, und dass man deshalb bei jeder sich bietenden Gelegenheit so viel runterschlingen sollte, wie man nur kann?!

Was sind eigentlich die größten Probleme bei der Hunde-Erziehung?

Wer sich mit der Erziehung von Hunden beschäftigt - ganz egal, ob privat oder beruflich; und auch ganz egal, welcher Erziehungs-Methode oder Erziehungs-Religion er den Vorzug gibt -, der stellt schnell fest, dass es einige Verhaltens-Probleme gibt, die immer wieder auftauchen:

  1. Die Ressourcen-Verteidigung
    Sie steht ganz, ganz oben auf der Liste und führt immer wieder zu ziemlich bösen Problemen, wie so manche Notaufnahme in der Klinik erzählen kann.
     
    Egal, ob Futter, Spielzeug oder Liegeplatz: Ist eine Ressource knapp, wird sie verteidigt, wenn man muss ... und kann (oder zu können glaubt). Und zwar gegen jeden, gegen den der Hund es sich zu leisten können glaubt: gegen den Halter, gegen die eigenen Familienmitglieder, ja, sogar gegen die eigenen Kinder und gegen Fremde sowieso
  2. Aggression gegen Radfahrer, Jogger, Autos und andere Hunde
    Kurz gesagt: Schutz gegen alles Fremde und bedrohlich Wirkende.
  3. Verlassens-Ängste
    Kaum verlassen wir die Wohnung, schon heult unser Hund wie ein Schlosshund. Im schlimmsten Fall zerlegt er uns in wenigen Stunden die gesamte Wohnungseinrichtung.
     
    Manche Hunde entwickeln sich dabei zu wahren Ausbrecher-Königen: Sie zernagen und zerkratzen gezielt Türen, Tür- und Fensterrahmen, bis sie schließlich im Freien stehen. Und sie beruhigen sich erst wieder, wenn wir wieder zuhause sind.
  4. Mangelhafte Leinen-Führigkeit, Weglaufen, Kommandos ignorieren, allgemeine »selektive Schwerhörigkeit«
    All diese Verhaltensweisen, die man ganz allgemein mit "Ungehorsam" zusammenfassen kann: Der Hund macht einfach nicht, was er machen soll oder machen sollte. »Er hat eben seinen eigenen Kopf« würden manche das nennen. Andere würden sagen: »Das ist wohl eindeutig mangelnde Unterordnungsbereitschaft.«

Kommt uns das bekannt vor? Genau! Das sind allesamt - und zwar ausnahmslos - UR-INSTINKTE unserer Hunde. Instinkte, die sie vom Wolf geerbt und bis heute nicht vergessen haben.

Und das, obwohl wir seit 15.000 Jahren an ihnen herumzüchten und mittlerweile rund 350-500 offiziell anerkannte (FCI bzw. UKC) Rassen mit dem wirklich unterschiedlichsten Aussehen und Verhalten gezüchtet haben.

Tatsächlich unterscheiden sich manche Hunderassen in ihrem Verhalten mehr voneinander als vom Wolf.

Denn auch, wenn die Einen besser schützen, die Anderen besser beim Agility sind, und die Dritten besonders tolerante Familienhunde sein können; und auch, wenn die Einen kaum 20cm hoch und keine 3kg schwer sind; während die Anderen leicht 60cm hoch und 60kg schwer werden können: SIE ALLE haben bis heute dieselben Ur-Instinkte; und haben damit auch alle dieselben Hauptprobleme bei ihrer Erziehung.

Ist es NATÜRLICH, die Instinkte des Tieres politisch korrekt zu leugnen?

Wie gesagt: Die "positiv-bestärkende Hunde-Erziehung" behauptet von sich, eine besonders natürliche und besonders gewaltfreie Methode der Hunde-Erziehung zu sein.

Aber ist es wirklich NATÜRLICH, die Instinkte der Tiere zu ignorieren, nur, weil sie nicht in die "Political Correctness" dieser Erziehungs-Religion passen?

Und ist es wirklich GEWALTFREI, die Hunde zu einem eigentlich unnatürlichen - leider aber auch unvermeidbaren - Verhalten, etwa der "Freundlichkeit gegen jedermann" oder des "ruhigen Abwartens beim Verlassen-Werden", zu ZWINGEN?

Zu "zwingen"? Ja, denn auch "Lob mit Leckerlie" ist eine - aus der Sicht des Hundes ziemlich demonstrative - Form der dominanten Gewalt; hier die Dominanz über die Ressource Futter; zu der nach Gutdünken des Halters/Erziehers der Zugang entweder gewährt oder versperrt wird; während gleichzeitig die "Eigen-Jagd", also die Selbstversorgung des Hundes strikt untersagt wird; der Hund also AUSSCHLIEẞLICH vom Halter/Erzieher Futter bekommen kann ... oder eben verhungern muss.

»Frage doch die Hunde-Trainer! Das sind die Experten! Oder nicht?!«

Naja, gewerbliche Hunde-Trainer, also Hunde-Trainer, die ihr Geld mit der Korrektur von Fehlverhalten beim Hund (und vor allem: beim Halter) verdienen, sind letztlich nichts anderes als die Pharma-Industrie:

Sie verdienen ihr Geld
mit der Behandlung von Krankheiten.
Nicht mit der Erhaltung der Gesundheit.

Sie werden beauftragt, "Fehlverhalten des Hundes zu reparieren". Sie bekommen aber kein Geld von dir, wenn dein Hund keinerlei Korrektur nötig hat, weil er sich ohne Mullen und Knullen in deine Familie, also in euer "gemischtes Rudel", einfügt.

Wenn sie also "zu gut" werden - oder wenn du selbst "zu gut" bist - dann machen sie sich selbst arbeits- und einkommenslos.

Dabei unterstellen wir keinesfalls, dass die allermeisten Hunde-Trainer die Probleme der Hunde und ihrer Halter nicht ehrlichen Herzens lösen wollten. Ja, wir glauben ihnen ihre aufrichtigen Absichten wirklich. Wir halten hier lediglich als Faktum fest, dass Hunde-Trainer ihr Geld AUSSCHLIEẞLICH damit verdienen, "Krankheiten" - also Fehlverhalten - des Hundes (und des Halters) zu behandeln.

Insofern steht natürlich auch die Frage im Raum, inwieweit sie tatsächlich unvoreingenommen auf die Erziehungsmethoden und die dahinter stehenden Philosophien schauen; inwieweit die "praktischen Experten in der Hunde-Erziehung" also tatsächlich referenzierbare EXPERTEN im Sinne einer wissenschaftlichen Unvoreingenommenheit - hier insbesondere im Hinblick auf das bestmögliche und nachhaltigste Ergebnis - sind.

Nicht ohne Grund verstecken sie alle ihr "Wissen" auf ihren Webseiten hinter Bezahlschranken, verkaufen Kurse (oft sogar als "10-er-Sparpakete auf der Bonus-Vorteils-Karte", oder so) und Bücher, machen nebulöse (Werbe-)Videos für "ihre beispiellos erfolgreiche Methode" auf Youtube & Co. ohne dabei allzu sehr ins überprüfbare Detail zu gehen; und lassen sich die Eintrittskarten zu ihren Veranstaltungen und Shows - soweit sie nicht nur der Unterhaltung dienen - mit deftigen Beträgen bezahlen:

Sie verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Und das ist absolut nicht verwerflich. Es sollte nur bei der Suche nach einer Antwort berücksichtigt werden.

Ist die "positiv-bestärkene Hunde-Erziehung" also ein Unfug-Aberglaube?

Um Himmels Willen: Nein! ... Nein!, Nein!, Nein! Sie ist ein großer Fortschritt. Aber vor allem ist sie durch den "Mode-Trend Zier-Hund" zu einer neuen Erziehungs-Religion, die von ihren Jüngern und Missionaren oft bis aufs Blut verteidigt wird, geworden.

Sie ist eine deutliche Verbesserung;
aber noch lange nicht
"der Weisheit letzter Schluss"
.

Selbstverständlich ist es gut und richtig, endlich aufzuhören, die Hunde zu verprügeln, ihnen die Ohren schmerzhaft zu verdrehen oder an den Lefzen herumzuzerren, bis sie vor Schmerz jaulen oder sogar bluten.

Aber um der Tierliebe willen ist es auch notwendig, die "Political Correctness" der bedingungs- und gedankenlosen Übertragung anti-autoritärer Erziehung unserer Kinder auf die Hunde zu beenden.

Hunde sind Hunde. Sie sind Tiere. Sie haben Instinkte. Und sie stammen nun einmal immer noch sehr unmittelbar vom Wolf ab. Wenn wir unsere Hunde wirklich lieben, dann sollten wir das nie vergessen!

Was kann man denn noch verbessern?

»Nicht allzu viel. Aber Wesentliches.«, lautet die Antwort auf die Frage, was man verbessern könne.

  1. Gut ist, dass Hunde nicht mehr mit körperlicher Gewalt dressiert werden.
    Körperliche Gewalt als Erziehungs-Methode ist gegen die Natur des Hundes.
    Bevor ein Hund zu körperlicher Gewalt als Erziehungsmittel für andere Hunde greift, hat er bereits zahlreiche Bitten und Warnsignale geäußert. Nur, wenn diese absolut nicht gehört werden, greift ein Hund zum allerletzten Mittel der körperlichen Gewalt. Doch selbst dann nur für ein paar Sekundenbruchteile oder Sekunden.
  2. Schlecht ist, dass natürliche Instinkte der Hunde einfach geleugnet werden, weil sie nicht in die Religion passen.
    Wir haben es uns weiter oben angeschaut: Es sind immer wieder dieselben Hauptprobleme, mit denen Hundehalter konfrontiert werden. Und sie alle sind auf natürliche Instinkte der Hunde - geerbt vom Wolf - zurückzuführen.
     
    Jeder, der beispielsweise schon mal mit "Futter-Neid", also der instinktiven Verteidigung der (vermeintlich knappen) Ressource "Futter", zu tun hatte, kann dies aus mehr oder weniger schmerzlicher Erfahrung bestätigen: Das hat dem Hund niemand "antrainiert". Das kann der von ganz alleine. Und es kann "urplötzlich aus dem Nichts" kommen.
     
    Das bekommst du nicht mit "Ignorieren der Beiß-Attacken, dafür aber viel gutem Zureden & ein paar zusätzlichen Leckerlie" weg. Dafür brauchst du SCHON LANGE VORHER echte Dominanz. Und dafür wiederum brauchst du Körpersprache und Stimme. ... also genau das, was Hunde am besten verstehen: Dafür brauchst du Hunde-Sprache.

Warum also nicht das Gute des Einen mit dem Wichtigen des Anderen verbinden? Nicht als "neue Religion", die es nun um jeden Preis zu verteidigen gilt, sondern als Schritt auf dem Weg der weiteren Verbesserung. Um des Hundes willen.

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