Auf den ersten Blick könnte man denken: "So eine einfache Aufgabe! Das kann doch jeder auseinanderhalten."
Und tatsächlich könnte man irgendwas, wie das Folgende, annehmen: "Solange er mich nicht angreift, anbellt oder beißt, ist es 'situative Dominanz'. Und dann kann ich ihn einfach mal machen lassen, um meine eigene Dominanz zu beweisen."
Dabei wäre man gar nicht soooo weit von der Realität entfernt. Dummerweise ist es aber auch nicht dicht genug dran. Und damit beginnt unser Problem. Denn Hunde stellen deine formale Dominanz nur dann direkt in Frage, wenn sie wenigstens eine Chance sehen, die Weltherrschaft zu übernehmen. In der Zwischenzeit fragen sie mit Hilfe der situativen Dominanz immer mal wieder an, wie ihre Chancen gerade stehen.
Doch wenn dein Hund erst mal formal dominant wird, hast du längst ganz andere Probleme...
Ein Versuch deines Hundes, situativ dominant sein zu wollen, kann also durchaus auch ein Hinweis darauf sein, wie sehr du bisher als Rudelführer versagt hast.