Wenn der Hund nicht mehr hört ...

»Ich kann machen, was ich will: Mein Hund hört einfach nicht auf mich.« Diesen Satz haben viele Hundehalter mindestens schon mal gedacht.

In diesem Abschnitt schauen wir uns die Ursachen an ... und natürlich auch, was wir dagegen unternehmen können. Doch um es vorweg zu nehmen: Es gibt keinen Reset-Schalter für den Hund. Genauso wenig, wie es sowas für dich oder irgendeinen anderen Menschen gibt.

Was uns also bleibt, ist: Wir ändern die Regeln. Wir werden bessere "Eltern" für unseren Hund. Wir geben ihm, was er wirklich braucht: Erziehung ... und Training.

Ursachen: WARUM hört mein Hund nicht?

Bevor wir nun einfach drauflos erziehen, ist es hilfreich, sich - so ehrlich wie möglich - ein Bild von den Ursachen zu machen. Schließlich sind Hunde von Natur aus soziale Rudeltiere, wollen also eigentlich im Rudel mitarbeiten. Wenn sie das nicht machen, dann muss das gute und handfeste Gründe haben. Finden wir die Gründe und Ursachen so präzise wie möglich, können wir auch eine funktionierende Lösung umsetzen.

Auf der Seite 5 Gründe, warum der Hund nicht auf mich hört haben wir die 5 typischen Hauptgründe zusammengefasst. Schaue sie dir ALLE an und halte für dich fest, welche der Gründe auch für euch zutreffen. Wenn du bisher zu den Vertretern der vollständig-anti-autoritären Erziehung gehörtest, oder wenn du die Erziehung deines Hundes bisher eher beiläufig behandelt oder sogar (fast) ganz vernachlässigt hast, solltest du auch einen Blick auf die folgenden Seiten werfen:

Frage: » Und das macht, dass mein Hund auf mich hört?«

Ob du es glaubst oder nicht: Ja, schon das allein. Ganz ohne jegliche Kommandos, ganz ohne jegliches Dominanz-Training Impulskontrolle, ganz ohne das Erlernen irgendwelcher Tricks & Kunststücke.

Nur allein mit "fürsorglicher elterlicher Erziehung", mit Richtlinien für das Verhalten, mit ruhigen aber konsequenten Korrekturen bei falschem Verhalten und natürlich auch mit (gelegentlichem) Lob bei gutem und richtigem Verhalten wird dein Hund zu dem, was du dir eigentlich vorgestellt hast, als du dir deinen Hund zulegtest ... und was sich auch dein Hund gewünscht hat, als er bei dir einzog.

Alles andere ist nur Benefit, nur das große Sahnehäubchen bei der Erziehung deines Hundes: Es macht vieles noch einfacher, noch schneller, noch besser. Aber wirklich " notwendig" ist es nicht.

Selbst das leidige »Komm her!«, das für viele wohl schwierigste Kommando überhaupt, kann nur allein mit guter, solider, konsequenter, ruhiger und geduldiger Erziehung funktionieren.

Haken: Es dauert eine Weile ...

Was in Monaten und Jahren versäumt wurde, lässt sich durchaus nur allein mit fürsorglicher, elterlicher Erziehung durchaus wieder gutmachen. JEDER Hund, ganz egal, wie alt, will und braucht diese Erziehung und wird dadurch wieder verträglicher.

Der größte Haken daran: Es dauert. Monate. Viele Monate. Und man muss es jahrelang durchziehen, denn jede größere Nachlässigkeit in der Erziehung bedeutet Rückschritt und Rückfall.

Deshalb helfen wir alle mit der, wenn du es so nennen willst, "erweiterten Erziehung" - dem TRAINING - nach: Wir bringen dem Hund Kommandos und sogenannten Grundgehorsam bei, wir trainieren die Impulskontrolle, wir üben Tricks & Kunststücke mit dem Hund, ja, wir suchen uns sogar gemeinsame Hobbys mit dem Hund, wie etwa den Hunde-Sport.

Zunächst, um schneller zu Erziehungs-Erfolgen zu gelangen; später um " mehr als nur Erziehung" zu erreichen: Wir trainieren mit dem Hund. Für den Gehorsam. Und für den Spaß an der Freude.

Falls du jedoch gehofft hast, es gäbe sowas wie einen Reset-Schalter für den Hund, eine Art psychologischen Knopf, den man nur drücken muss, um den Hund auf Werkseinstellungen zurückzusetzen, dann lerne, mit der Enttäuschung zu leben: SOWAS GIBT'S NICHT. Nicht bei dir. Nicht bei irgendeinem Menschen. Und auch nicht beim Hund.